Rabsi.de - Rabea in Amerika

30. Oktober 2007

Hier is’ Sonne und bei euch?

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 23:03

Und hier noch mal kurz fuer alle, die gerade im kalten Deutschland sitzen:

Ich habe mir am See einen heftigen Sonnenbrand geholt.

Ein Erlebniss der anderen Art

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 22:57

Es ist passiert.

Ich hab mich zum ersten Mal fuer meine Nation geschaemt.

Von Samstag auf Sonntag war ich am Lago de Atitlan in Panajachel. Nach einer tollen Fahrt ueber den See sass ich abends zusammen mit Lanson (England), Patti(USA) und Tizia(Niederlande) an einem Tisch in einer schoenen Bar mit Lifemusik.

Nebenan eine sehr laute deutsche Gruppe. Anfangs war ich noch sehr froh, das die Maedels um mich herum nicht verstanden, was fuer einen Schwachsinn da geredet wird und sich einfach nur ueber die Lautstaerke gewundert haben.

Als dann aber Sprechgesaenge wie z.B.: “Wir - woll’n - dich - tanzen seh’n. Wir woll’n dich tanzen seh’n” und Anfueherungsrufe “Matthias, Matthias, …” darin gipfelten, dass sich besagter Matthias dazu bemuesigt fuehlte auf dem Stuhl zu tanzen, bin ich gaenzlich im Erdboden versunken.

“Just think they are french, thats what i always do”, meinte Tizia nur kurz.

 

Vulkan de Pacaya

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 22:30

So, nach diesem Wochenende weiss ich warum ich hier bin!

Am Freitag war ich auf dem Vulkan de Pacaya.

Der Aufstieg hat zwar nur anderthalb Stunden gedauert, aber die hatten es in sich!

Eigentlich sollte man meinen, dass das Gehirn nicht mehr sonderlich viel Energie hat zum arbeiten, wenn doch schon der Rest des Koerpers zu beschaefftigt ist. Dem ist aber nicht so.

Vor meinem inneren Auge erschienen Bilder von frueheren Begegnungen mit Wald und Berg.

Zum einen fuehlte ich mich stark an den Boehnener Wald erinnert, durch den mich meine ehemalige Trainerin immer gescheucht hat. Mit dem winzigen Unterschied, das dieser Boehnener Wald hier in Guatemala gefuehlte 100% Steigung aufwiess.

Des Weiteren schoss mir die Erinnerung an eine lange zurueck liegende Chorfahrt in den Kopf, bei der unser Chorleiter eine exellente Abkuerzung hoch zur Wartburg kannte. Einfach geradeaus hoch!

Diese beiden Erinnerungen weisen aber einen entscheidenden Unterschied zum Vulkan auf: Damals wurde ich gezwungen!

Es gingen mir also staendig zwei Fragen durch den Kopf:

1.) Warum tue ich mir so eine Strapaze freiwillig an?

und

2.) Was zum Teufel findest der Messener nur am Bergsteigen?

Oben angekommen wusste ich, dass sich der Weg gelohnt hatte.

Zusammen mit den anderen Touris bin ich ueber erkaltete Lava geklettert und konnte hoeren, wie sich die fluessige Lava (oder ist das noch Magma) unter mir bewegt.

Tut mir leid, aber da kann die Wartburg einfach nicht mithalten.

25. Oktober 2007

Die Sache mit dem Heimweh

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 20:53

Das mit dem Heimweh ist so eine komische Sache.

Morgens, wenn ich aufwache ist es einfach da!

Der Tag verscheucht es dann und ueber Nacht schleicht es sich einfach wieder an.

Ich hoffe sehr, dass es dieses Hin-und-her bald leid ist und ganz verschwindet.

Erste Anzeichen dafuer sind schon zu erkennen, zum Beispiel hat es sich heute schon viel weniger blicken lassen als gestern.

Gut so!

24. Oktober 2007

Nach Haus :-(

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 21:54

Es ist super schoen hier, aber ich will wieder zurueck!

Ich ueberlege ernsthaft meine Fluege umzubuchen, bzw. neue Fluege zu buchen und im Dezember schon wieder zu fliegen.

Ich gebe mir noch eine Woche Zeit. Bis dann muss ich mich entschieden haben und ihr wisst ob ihr mich schon eher wieder sehen werdet oder ob ihr noch bis Januar warten muesst.

20. Oktober 2007

Die Stadt ohne Schaufenster

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 18:27

Bei meinem ersten Gang durch Antigua war ich sehr verwirrt, wegen der Andersartigkeit der Laeden hier.Sie unterscheiden sich von normalen Wohnhaeusern nur, weil die Tuer offen ist und ein Schild drausen haengt. Wenn mand ie Schilder allerdings noch nicht versteht, wirkt das alles eher wie ein Wust an kleinen Laeden, die alle nix anderes als Chips und Cola verkaufen!

Und schon wieder Nacht?

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 18:26

Ich wache heute morgen auf, schaue auf die Uhr und erkenne eindeutig, dass es 10.00 Uhr ist. Ich gehe vor die Tuer und es ist immer noch finstere Nacht.Von einem sehr schnellen Sonnenuntergang in Suedamerika ist mir bereist berichtet worden, somit koennte das ja auch fuer Zentralamerika gelten.

Aber von einem Tage, der nicht mal 9 Stunden Licht enthaelt hat mir keiner was erzaehlt, hier will ich nicht bleiben, hier ist’s mir zu dunkel.

Ich gehe wieder in Bett, schaue nochmal auf die Uhr:

Es ist vier Uhr morgens.

Na gut, da darf es auch in Guatemala noch dunkel sein.

Acht Uhr nachts

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 18:25

Ich sitze in dem Flugzeug, das GottseiDank nach Guatemala-City fliegt und bin eingenickt.

Als ich wieder aufwache ist es stockdunkel. Ich befinde mich irgendwo zwischen Dallas und Guatemala-City, irgendwo zwischen 20.00 und 19.00 Ortszeit, habe ein kurzes Nickerchen gemacht und es ist tiefste Nacht? Das geht nicht!

In einem kurzen Anfall von Hysterie denke ich auch noch, das Flugzeug faehrt gerade wieder an und ich habe Guatemala verpasst.

Hmm, ja klar, Rabea, weil es auf diesem Flug ja auch noch so viele Zwischenstops gab.

Nach einigen Sekunden wird mir dann klar, das Flugzeug hat nicht gestanden, es rollt auch nicht wieder an, es fliegt noch und war auch noch nicht in Guatemala-City. Zumindest nicht in den letzten 6 Stunden.

Wir landen und der Pilot sagt: “It’s 8 o clock at night” und die Stewardessen wuenschen mir eine gute Nacht.

“Acht Uhr” und “Nacht” sind definitiv zwei Woerter, die nicht zusammen gehoeren.

Einmal Antigua, bitte!

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 18:05

Ich bin tatsaechlich in Antigua - Guatemala.

Und das ist garnicht so zu erwarten gewesen.

Fuer alle die es noch nicht wissen hier noch mal die Geschichte, die sich 2 Tage vor meinem Abflug abgespielt hat:

Zusammen mit Daniel gucke ich mir nochmal die Homepage meiner zukuenftigen Sprachschule an. Wir stossen auf einen Fragenkatalog und ich bitte Daniel, doch mal auf die Frage nach dem naechsten Flughafen zu klicken.

Der naechste Flughafen war Guatemala-City.

“HMM, komisch”, denke ich, ” ich fliege doch nach Antigua und wenn ich nach Atnigua fliege, muss es da doch auch einen Flughafen geben.”

Jahah, es gibt in Antigua einen Flughafen, aber leider gehoert dieses Antigua zu Barbados  und nicht zu Guatemala!

Wie gut, das es dazu einen Hinweis auf der Schul-Page gab!

Ich habe also sofort bei dem Reisebuero angerufen um denen meine Entdeckung mitzuteilen. Innerhalb einer Stunde hatte ich neue Tickets, die mich nun nicht ueber Frankreich, sondern ueber die USA haben fliegen lassen.

Was fuer ein Schreck kurz vor Abflug, als wenn die Sache mit den Karten nicht schon gereicht haette.

Nur nochmal eine kurze Anmerkung:

Es war nicht meine Schuld.

Ich bin in das Reisebuero gegangen und habe gesagt: “Da will ich hin, buch mir Tickets!” Und wenn ich nach Antigua will, finde ich es auch nicht besonders ungewoehnlich, dass das auf dem Ticket steht.

Die Sache ist ja, quasie in der letzten Sekunde, nochmal gut gegangen. Ansonsten haetten die karibischen Inseln bei mir auf ewig verschissen. Es ist bestimmt super toll da, aber ich haette da im Leben nie wieder hingewollt, wenn ich da gestern abend gelandet waere.

15. Oktober 2007

Mein Leben und Ich

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 20:13

Mein Leben hasst mich.

Aber keine Angst, das beruht auf Gegenseitigkeit.

In der vertrauten Umgebung einer Handballhalle fühlte ich mich so sicher, dass ich der Meinung war, meine Tasche unbeaufsichtigt lassen zu können. Hahaha, ja Pustekuchen.

Ein paar jugendliche, uneingeladene Nichthandballer leben anscheinend nach dem Vorsatz: “Finden heißt behalten dürfen!” Dabei scheint ihnen nur die Tatsache entgangen zu sein, dass diese - MEINE - Tasche sich keinesfalls verloren fühlt und somit auch nicht gefunden werden wollte!

Endresultalt: Die Tasche war weg, die Täter sah man nur noch wegrennen und ich stand heulend vor der Halle mit dem Gedanken meine Reise ohne EC- und Kreditkarte antreten zu müssen.

Der Reisepass war nicht drin, Teresa.

Dafür aber (neben den Papieren) Auto- und Haustürschlüssel, Handy, Ipod und ein sündhaft teures Armband meiner lieben Oma.

Die Bankkarten sind GottseiDank schon wieder aufgetauch und mit viel Glück lässt sich auch die Kreditkarte wieder entsperren.

Mein Leben und ich nähern uns also wieder an.

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