Rabsi.de - Rabea in Amerika

15. November 2007

Die Erde bebt

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 01:44

In Chile hat die Erde gebebt.

Hier auch!

Natuerlich war das leichte Zittern hier nicht mit den Ausmassen in Suedamerika zu vergleichen, aber fuer jemanden, der aus dem “standfesten” Europa kommt war es trotzdem ein Erlebnis.

Ich war gerade in der Sprachschule als ploetzlich alle Gespraeche um mich herum verstummten und jeder sich auf die leicht vibirierende Erde konzentrierte.

Meine Lehrerin war ein bisschen verwundert, als sie mein begeistertes Gesicht gesehen und meinen Ausspruch: “Me gusta!” vernommen hat.

Das laesst sich aber ganz einfach erklaeren:

Ich konnte mir einfach nur schwer vorstellen, dass es wirklich der gesamte Untergrund war, der sich da bewegte. Mir kam das ganze eher vor wie eine Fahrt in einem Karussel.

 

11. November 2007

Nach Santa Maria mit dem Chickenbus

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 23:59

Noch ein Wochenende in Antigua ohne irgendetwas zu unternehmen?

Ne, das wollte ich nicht. Also habe ich gestern mit Stefan und Luciana ein Kultur- und Kaffeemuseum in der Umgebung besucht und mich heute mit den selben Reisebegleitern auf nach Santa Maria gemacht.

Santa Maria ist ein kleines Dorf, das mit zuviel grauem Pflaster und  Hauswaenden und einer gehoerigen Portion Muell eher als haesslich zu bezeichnen ist.

Die Reise dahin hat sich aber trotzdem gelohnt. Wir sind naemlich mit dem Chickenbus dorthin gefahren. Das Fortbewebungsmittel, dass die Einheimischen benutzen.

Hierbei handelt es sich um einen alten amerikanischen Schulbuss, der jetzt aber nicht mir in einem einfachen Orange, sondern in den schillernsten Farben daher kommt.

Einen klar geregelten Fahrplan gibt es nicht. Der Buss faehrt halt los, wenn er voll ist. Und wenn ich “voll” sage, dann meine ich auch “voll”.

Die Baenke, die sich frueher je zwei Schulkinder geteilt haben, muessen jetzt nicht selten fuer drei Erwachsene und ein Kind herhalten. Das heisst also einen Gang zwischen den Bankreihen gibt es eigentlich nicht mehr.

Des Weiteren tummeln sich vor der Abfahrt noch diverse Verkaeufer mit Zeitungen, Eis, Raeucherstaebchen und Wundercremes mit Kokosduft in dem Bus und versuchen diese Waren an den Mann zu bringen.

Asiatische Geraeusche

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 23:21

Ich haette nie gedacht, dass mich bestimmte Geraeusche so sehr stoeren koennen. Aber die Geraeusche, die meine koreanische Mitbewohnerin (in einer Familie wohnen in der Regel mehr als ein Sprachstudent), dieses hng ganz hinten im Rachen, die nerven. Zu egal welchem Anlass gibt es ein passendes Geraeusch in entsprechender Tonlage.

Letzte Woche habe ich Patti davon erzaehlt. Ihre Antwort: “I’m so glad, that you are saying that. I think exactly the same!”

Ich bin also nicht allein mit dieser intoleranten Meinung.

Meine Abneigung gegen diese speziellen Laute kann aber unter Unstaenden auch daher ruehren, dass dieses kleine Persoenchen Unmassen von Essen in sich hineinstopfen kann, meine halbe Portion mitisst und den Begriff “Nasszelle” fuer das Badezimmer woertlich versteht.

Wahlen ohne Alkohol

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 23:21

Letzten Sonntag gab es hier in Guatemala Wahlen.

Gewonnen hat leider (laut meiner Lehrerin) nicht der mit der “mano duro”, sondern der etwas weniger konsequente Kandidat.

Auf Grund der Wahl war wirkte Antigua an dem letzten Wochenende (02.-04.11) wie ausgestorben. Der Grund: Am Wahlwochenende durften alle Kneipen keinen Alkohol ausschenken.

Mich hat das natuerlich nicht sonderlich interessiert, weil ich ja wie bereits geschrieben mit Bauchschmerzen und Fieber im Bett gelegene habe. Aber spannend finde ich diese Massnahme trotzdem.

In der Vergangenheit ist es oefter zu Ausschreitungen gekommen, aus diesem Grund ist das 0-Alkohol-Gesetz ins Leben gerufen worden.

4. November 2007

Mein Koerper, ein Verraeter!

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 18:14

Mein Koerper und ich hatten eine Abmachung. Wir waren uns einige, nicht krank zu werden.

Mein Koerper hat diese Abmachung einfach gebrochen und mich mit Bauchschmerzen, leichtem Durchfall und Fieber gestraft.

Gestern Nacht sass ich also mit zitternden Knien auf der Toillette.

Heute geht es mir Gott sei Dank schon wieder besser und ich habe mich in den Apotheke mit dem Noetigsten eingedeckt.

Ich glaube es ist garnicht so ungewoehnlich, dass man hier auch mal krank wird und ich bin froh, dass es mir jetzt passiert und nicht auf meiner Reise von Guatemala bis nach Panama.

30. Oktober 2007

Hier is’ Sonne und bei euch?

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 23:03

Und hier noch mal kurz fuer alle, die gerade im kalten Deutschland sitzen:

Ich habe mir am See einen heftigen Sonnenbrand geholt.

Ein Erlebniss der anderen Art

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 22:57

Es ist passiert.

Ich hab mich zum ersten Mal fuer meine Nation geschaemt.

Von Samstag auf Sonntag war ich am Lago de Atitlan in Panajachel. Nach einer tollen Fahrt ueber den See sass ich abends zusammen mit Lanson (England), Patti(USA) und Tizia(Niederlande) an einem Tisch in einer schoenen Bar mit Lifemusik.

Nebenan eine sehr laute deutsche Gruppe. Anfangs war ich noch sehr froh, das die Maedels um mich herum nicht verstanden, was fuer einen Schwachsinn da geredet wird und sich einfach nur ueber die Lautstaerke gewundert haben.

Als dann aber Sprechgesaenge wie z.B.: “Wir - woll’n - dich - tanzen seh’n. Wir woll’n dich tanzen seh’n” und Anfueherungsrufe “Matthias, Matthias, …” darin gipfelten, dass sich besagter Matthias dazu bemuesigt fuehlte auf dem Stuhl zu tanzen, bin ich gaenzlich im Erdboden versunken.

“Just think they are french, thats what i always do”, meinte Tizia nur kurz.

 

Vulkan de Pacaya

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 22:30

So, nach diesem Wochenende weiss ich warum ich hier bin!

Am Freitag war ich auf dem Vulkan de Pacaya.

Der Aufstieg hat zwar nur anderthalb Stunden gedauert, aber die hatten es in sich!

Eigentlich sollte man meinen, dass das Gehirn nicht mehr sonderlich viel Energie hat zum arbeiten, wenn doch schon der Rest des Koerpers zu beschaefftigt ist. Dem ist aber nicht so.

Vor meinem inneren Auge erschienen Bilder von frueheren Begegnungen mit Wald und Berg.

Zum einen fuehlte ich mich stark an den Boehnener Wald erinnert, durch den mich meine ehemalige Trainerin immer gescheucht hat. Mit dem winzigen Unterschied, das dieser Boehnener Wald hier in Guatemala gefuehlte 100% Steigung aufwiess.

Des Weiteren schoss mir die Erinnerung an eine lange zurueck liegende Chorfahrt in den Kopf, bei der unser Chorleiter eine exellente Abkuerzung hoch zur Wartburg kannte. Einfach geradeaus hoch!

Diese beiden Erinnerungen weisen aber einen entscheidenden Unterschied zum Vulkan auf: Damals wurde ich gezwungen!

Es gingen mir also staendig zwei Fragen durch den Kopf:

1.) Warum tue ich mir so eine Strapaze freiwillig an?

und

2.) Was zum Teufel findest der Messener nur am Bergsteigen?

Oben angekommen wusste ich, dass sich der Weg gelohnt hatte.

Zusammen mit den anderen Touris bin ich ueber erkaltete Lava geklettert und konnte hoeren, wie sich die fluessige Lava (oder ist das noch Magma) unter mir bewegt.

Tut mir leid, aber da kann die Wartburg einfach nicht mithalten.

25. Oktober 2007

Die Sache mit dem Heimweh

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 20:53

Das mit dem Heimweh ist so eine komische Sache.

Morgens, wenn ich aufwache ist es einfach da!

Der Tag verscheucht es dann und ueber Nacht schleicht es sich einfach wieder an.

Ich hoffe sehr, dass es dieses Hin-und-her bald leid ist und ganz verschwindet.

Erste Anzeichen dafuer sind schon zu erkennen, zum Beispiel hat es sich heute schon viel weniger blicken lassen als gestern.

Gut so!

24. Oktober 2007

Nach Haus :-(

Abgelegt unter: Weltbewegend — Rabea @ 21:54

Es ist super schoen hier, aber ich will wieder zurueck!

Ich ueberlege ernsthaft meine Fluege umzubuchen, bzw. neue Fluege zu buchen und im Dezember schon wieder zu fliegen.

Ich gebe mir noch eine Woche Zeit. Bis dann muss ich mich entschieden haben und ihr wisst ob ihr mich schon eher wieder sehen werdet oder ob ihr noch bis Januar warten muesst.

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